Nach einem Lachanfall sind mehr körpereigene Abwehrstoffe und weniger Stresshormone im Blut nachweisbar.

These Nr. 4: Humor ist gesund

Lachen und Humor sind nachweislich gesund. Wenn wir lachen, werden Endorphine, euphorisierende Botenstoffe, ausgeschüttet und das Belohnungszentrum in unserem Hirn aktiviert. Zudem sind nach einem Lachanfall mehr körpereigene Abwehrstoffe und weniger Stresshormone im Blut nachweisbar. Wie neuere Forschung zeigt, wirkt sich Humor auch positiv auf unsere physische Gesundheit aus. So hilft er etwa bei Diabetes oder Asthma, und er macht uns weniger schmerzempfindlich: Wer sich lustige Filme anschaut, hat weniger Schmerzen. Das belegt unter anderem eine Studie, die den Einsatz von leichten Schmerzmitteln nach einer Operation untersucht hat. «Patienten, die sich Comedy-Sendungen ansahen, benötigten weniger Schmerzmittel als solche, die einen Dokumentarfilm schauten – aber nur, wenn sie die Comedy-Sendung auch wirklich spassig fanden!», sagt UZH-Psychologin Jennifer Hofmann.

Humor stärkt unseren Geist und unseren Körper. Hofmanns Kollege Willibald Ruch findet deshalb erstaunlich, dass es immer noch Leute gibt, die Humor gegenüber eine negative Haltung haben. Er hält dem die Ergebnisse der Humorforschung entgegen, die zeigt, «dass Humor wertvoll ist».