unimagazin 4/05

Evolution – Darwins Erbe

Charles Darwins Buch «Vom Ursprung der Arten» revolutionierte Mitte des 19. Jahrhunderts die Wissenschaft. Darwins Ideen stehen am Anfang der Evolutionsforschung – und sie provozieren nach wie vor. Das neue unimagazin zeigt, welche Fragen Evolutionsforscher heute umtreiben.

Mit seinem Werk «Vom Ursprung der Arten» revolutionierte Charles Darwin 1859 unser Verständnis des Lebens. Der Mensch war plötzlich nicht mehr die Krone der Schöpfung, sondern eine Art unter vielen. Heute, 150 Jahre später, provoziert die Evolutionstheorie nach wie vor, gleichzeitig beflügelt sie die Forschung. Darwins Ideen werden auch an der Universität Zürich erfolgreich angewendet und hinterfragt. Die Themen, mit denen sich Evolutionsforscher heute beschäftigen, reichen von der Molekularbiologie über die Anthropologie bis zur Erforschung der künstlichen Intelligenz: Weshalb sind Viren so erfolgreich? Was unterscheidet uns Menschen von den Affen? Weshalb gibt es Sex? Und was bedeuten Darwins Erkenntnisse für die Theologie und unseren Glauben? Anworten darauf finden sich im Dossier des neuen unimagazins.

Grosse Anerkennung für Rolf Zinkernagel – der bisher letzte Nobelpreisträger der Universität Zürich ist als einziger Schweizer in den neu geschaffenen EU-Forschungsrat gewählt worden. Zinkernagel will in Brüssel die Grundlagenforschung stärken und die besten europäischen Wissenschaftler gezielt fördern. Nur so könne der Forschungsstandort Europa den USA Paroli bieten, sagt der Immunologe im grossen Interview.

Weitere Themen im aktuellen Heft: Schwindel erregende Wissenschaft – ein Forscherteam des Zürcher Universitätsspitals hat den 7546 Meter hohen Muztagh Ata in Westchina bestiegen und dabei untersucht, wie sich die Höhe auf unseren Organismus auswirkt. Quantensprung – die Forschung des Entwicklungsbiologen Konrad Basler an der Taufliege Drosophila hat zu bahnbrechenden Erkenntnissen geführt. Sie könnten die Grundlage für neue Krebstherapien sein. Den Atomschlag überleben – das Bakterium Deinococcus radiodurans ist ein Überlebenskünstler. Dank leistungsfähiger Reparaturmechanismen kann es extremen Umweltbedingungen widerstehen und ist deshalb ein ideales Modell für die Krebsforschung.

DOSSIER EVOLUTION

  • ALLZEIT HILFSBEREIT Wer kooperativ ist, verschafft sich evolutionäre Vorteile. Das zeigen Beobachtungen im Tierreich. Von Ruth Jahn

Survival of the nicest (PDF, 152 KB)

  • TRICKREICH UND GEFÄHRLICH Viren gehören zu den erfolgreichsten Erfindungen der Evolution. Von Felix Straumann

Evolutionäre Verwandlungskünstler (PDF, 116 KB)

  • ENTSCHEIDENDER UNTERSCHIED «Kultur ist der Motor der menschlichen Evolution», sagt der Anthropologe Carel van Schaik im Interview.

"Kultur ist der Motor der Evolution" (PDF, 82 KB)

  • ENTZAUBERTER MENSCH Darwins Evolutionstheorie revolutionierte die Wissenschaft. Sie provoziert noch heute. Von David Werner

Der entzauberte Mensch (PDF, 120 KB)

  • IM ROBOTERZOO Zürcher Wissenschaftler simulieren die Evolution und versuchen, das Rätsel der künstlichen Intelligenz zu lösen. Von Roger Nickl

Der Zoo der smarten Roboter (PDF, 95 KB)

  • IN DER KAMPFZONE Die Geschlechter schenken sich nichts, wenn es darum geht, das eigene Erbgut weiterzugeben. Von Thomas Gull

Krieg der Geschlechter (PDF, 144 KB)

Forschung

  • DEN ATOMSCHLAG ÜBERLEBEN Ein Bakterium trotzt extremen Belastungen

Den Atomschlag überleben (PDF, 116 KB)

  • KEIN FLIEGENGEWICHT Konrad Basler revolutioniert Krebsforschung

Quantensprung in der Krebsvorschung (PDF, 95 KB)

  • KICKEN BIS ZUM BANKROTT Im Profi-Fussball häufen sich die Pleiten

Kicken bis zum Bankrott (PDF, 80 KB)

  • NEURONALER BILDERSTURM Wie unser Hirn visuelle Reize verarbeitet

Vor dem geistigen Auge (PDF, 79 KB)

  • MEDIALES MITTELALTER Die Mediengeschichte wird neu geschrieben

Mediales Mittelalter (PDF, 62 KB)